Hauptstrasse 72
4153 Reinach BL
csc@csc-schmutz.ch
Tel. 061 711 82 04
Fax 061 711 87 16
Spot-Repair oder Flecklackierung

Unter Spot- oder Fleck- Lackierung versteht man das örtliche Lackieren eines Carrosserieteiles. Diese Technik eignet sich hauptsächlich im unteren Teil des Wagens an grossflächigen Teilen bis ca. auf die Höhe der Schutzleisten, zB Stossstangen. Qualitativ gute Ergebnisse werden nur bei 2 Schichtlackierungen erzielt, Einschicht-Lacksysteme eignen sich nicht oder nur bedingt. Da die Finisharbeiten sehr aufwendig sind, bringt sie bei mehreren Beschädigungen am gleichen Teil keine Vorteile.

Die Spot-Lackierung ist eine Beilackiermethode, bei der die Übergangsstellen zwischen altem und neuem Klarlack noch nicht wissenschaftlich untersucht worden ist. Sie ist eine kostengünstige und ökologische Alternative (Lackmaterialeinsparung bis 70%); ggf. kann diese Methode eine zeitwertgerechte Reparaturmethode mit qualitativen Einschränkungen darstellen.

Dabei wird die Schadenstelle kleinst möglich ausgeschliffen und zur Lackierung vorbereitet wie bei der konventionellen Lackierung. Das Umfeld der Reparaturstelle wird ultrafein matiert (angeschliffen). Der Lack wird jetzt auslaufend nur innerhalb der matierten Fläche aufgespritzt. Nach dem Trocknen wird nun der Lackübergang ultrafein verschliffen und wieder auf Hochglanz poliert.

Die aktuellen Kosten für einen Spot in Zone C belaufen sich zur Zeit auf
CHF 350.- plus Nebenkosten. (Allfällige De- und Remontage-Arbeiten von Anbauteilen)

Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen ist die Spot-Lackierung

sinnvoll bei:

  • Schäden bis zu einer Grösse von 3,5 cm. Beim Stossfänger auch Streifschäden an der Stossfängerseite und –ecke. Beide Schadensarten nur mit minimalen Spachtel-arbeiten.
  • Maximal einer Schadstelle pro Teil.
  • 2-Schicht Lackierungen.
  • Reparaturen am Fahrzeug (nicht von demontierten Einzelteilen). Eventuell anfallende Montagearbeiten werden zusätzlich vergütet.
  • Glänzenden Lackierungen (keine glanzreduzierten Lackierungen).

nicht sinnvoll bei:

  • 2-Farben Lackierungen (z.B. Mercedes Stossfänger nur ein Farbton sinnvoll).
  • Pulver Slurry 2 beschichteten Fahrzeugen (schon beim ersten Polieren können bei diesem Untergrund Abrisskanten entstehen).
Zone A:

Liegende Flächen z. B. Haube und Deckel, Dach bis zur Höhe Unterkante Glas.

In dieser Zone ist keine
Spot-Lackierung sinnvoll

Zone B:

Stehende Flächen z. B. ab Unterkante Glas bis Mitte Tür oder mittleren Sicke/Schutzleiste, Kotflügel und Seitenteil bis zur Höhe des Radhausausschnitts, stehende Fläche Heckdeckel bis Stossfänger, vorne Unterkante Haube bis Stossfänger.

In dieser Zone ist die Spot-Lackierung nur sinnvoll, wenn sich der Schaden im Nahbereich einer Kante befindet und sich der Farbton für die Spot-Lackierung eignet (2 Schichtlackierung)



Mögliche erkennbare Nachteile: Zum Teil Farbabweichungen, Wolkenbildung im Übergangsbereich, heller oder grauer, Perleffekt, Lackierungen mit Helligkeits- und/oder Farbflops, usw.
Zone C:

Übrige Aussenflächen, alle Innenflächen sowie abgedeckte Flächen (Nummernschild, Leisten Stossfänger).

Auf diesen Flächen ist eine Spot-Lackierung in vollem Umfang ohne Einschränkungen sinnvoll.

Bei Streifschäden an der Stossfängerseite und –ecke können mit einer normalen Spritzpistole auch grössere Flächen mit Basis- und Klarlack beilackiert werden. Kanten und Absätze sollen als Abgrenzungen genutzt werden.

Unabhängig von der Grösse der zu lackierenden Schadstelle handelt es sich jedoch bei jeder Spot-Lackierung einschliesslich der notwendigen Vorarbeiten um eine Lackiertätigkeit, bei der neben allen gewerberechtlichen Voraussetzungen auch das gesamte gesetzliche Vorschriftenwerk bezüglich der Luftreinhaltung, dem Gewässerschutz und das spezifische Vorschriftenwerk zum Arbeits- und Gesundheitsschutz Beachtung und Anwendung finden muss.