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Letztes Update 07.08.2010 |
Tipps / Batterie
Tipps zur Autobatterie
• Wie überbrücke ich meine Batterie richtig?
Zur Starthilfe benötigen Sie zwei Dinge: Ein zweites Auto (oder eine genügend starke Batterie) und ein Starthilfekabelsatz für die Plus- und Minus-Verbindung.
Eine Verbindung von einer funktionsfähigen zu einer leeren Batterie ist in den meisten Fällen die einfachste Lösung, wenn ein Auto nicht gestartet werden kann. Wenn nicht unbedingt zwingend, sollte der Motor des stromgebenden Autos beim Verbinden nicht laufen. Dabei sind folgende Schritte durchzuführen:
- Beachten Sie immer das Handbuch des zu startenden Wagens, dort finden sie fahrzeugspezifische Hinweise zum Vorgehen.
- Die Zündung und sämtliche elektrischen Verbraucher beider Fahrzeuge sind auszuschalten.
- Mit dem ersten Kabel die positiven Pole (+ rot) der beiden Batterien verbinden. Zuerst die leere Batterie und dann die stromgebende Batterie.
- Das Ende des zweiten Kabels mit dem negativen Pol (- schwarz) der stromgebenden Batterie verbinden, sein anderes Ende mit einem geeigneten blanken Metallstück im Motorraum des zu startenden Fahrzeugs.
- Darauf achten, dass die Kabel nicht in den Bereich des Kühlerventilators oder des Keilriemens gelangen können.
- Jetzt den Motor des Spenderfahrzeugs starten und mit leicht erhöter Lehrlaufdrehzahl einen Moment warten, bis die Batterie des zu startenden Fahrzeugs etwas aufgeladen ist.
- Betroffenes Fahrzeug starten.
- Motor laufen lassen und zum vermeiden von Spannungsspitzen während dem Abkelmmen der Kabel einen grossen Verbraucher (Heckscheibenheizung oder Scheinwerfer) einschalten.
- Die beiden Startkabel in genau umgekehrter Reihenfolge abschliessen. Die beiden Karrosserien dürfen sich während des Starthilfevorgangs nicht berühren.
- Mit dem gestarteten Fahrzeug möglichst eine längere Strecke fahren, da sich der Akku so am besten füllt.
- Bei unbekannter Ursache des Stromverlusts, Batterie und Fahrzeugelektrik überprüfen lassen.
Achtung:
Beim Überbrücken können gefährliche Spitzenspannungen (Induktionsspannungen) entstehen, die eventuell spannungsempfindliche Komponenten, (Alternator-Dioden oder Steuergeräte) gefährden und beschädigen. Empfehlenswert daher ist die Verwendung von überspannungsgeschützten Überbrückungskabeln oder eines Booster-Packs.
Unter Umständen ist es sicherer, die Zündung und der Motor vom stromgebenden Fahrzeug ausgeschaltet zu lassen wenn die Batterie entsprechend leistungsstark ist. Mit diesem Vorgehen schont man das stromgebende Fahrzeug von gefährlichen Spitzenspannungen.
Anschliessend sollte die Batterie überprüft und bei Funktionstüchtigkeit wieder vollgeladen werden.
Explosionsgefahr
Beim Laden der Batterie passiert im Bleiakku etwas unerwünschtes: Er beginnt zu gasen. Das heisst, unter dem Einfluss des Ladestroms zersetzt sich der Wasseranteil des Elektrolyten in seine gasförmigen Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff. Die Mischung aus diesen beiden bezeichnet man als Knallgas. Sie ist sehr leicht entzündlich und detoniert heftig. Deshalb unbedingt das Ladegerät ausschalten vor dem Abnehmen der Klemmen an der Bartterie, damit keine Funken entstehen.
Empfehlung für die Behandlung der Batterie
- Ist der Flüssigkeitsstand der Batterie zu niedrig, darf nur destilliertes Wasser - nicht Säure - nachgefüllt werden.
- Das Laden von Batterien nur in gut durchlüfteten Räumen durchführen. Kann der Ladevorgang nicht überwacht werden, so ist mittels automatischer Abschaltung sicherzustellen, dass der Batterie im vollgeladenen Zustand nicht noch mehr Ladeströme zugeführt werden (Siehe auch Punkt 3).
- Der Ladestrom ist der Batteriegrösse anzupassen. Kann die Ladung nicht überwacht werden, sind kleine Ladeströme vorzuziehen, um unnötigen Wasserverlust durch Knallgasbildung und Verdunstung zu vermeiden. Auf jeden Fall muss die Stromstärke reduziert werden, wenn ein überkochen auftritt
- Batterie immer möglichst vollgeladen halten. Nicht im entladenen oder teilentladenen Zustand stehen lassen.
- Auf Lager stehende, gefüllte Batterien regelmässig spätestens nach 4 Monaten nachladen.
- Vermeiden Sie Kriechströme, indem Sie die Batterie immer sauber halten.
- Nicht mit Feuer oder brennenden Rauchwaren über der Batterie hantieren. Es besteht Explosionsgefahr!
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